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02 Okt

45. Fränkische Musiktage Alzenau - Festival der Jungen

16. Oktober – 22. November 2020

Wenn sich Festivals und Veranstaltungsreihen an die Öffentlichkeit wenden, so derzeit meist um ihre Aktivitäten coronabedingt abzusagen. Auch die Fränkischen Musiktage Alzenau mussten sich der Frage stellen, ob erstmals in ihrer 45-jährigen Geschichte ein Festival nicht durchgeführt werden kann.

Die Entscheidung, die Herausforderung anzunehmen und ein Programm zu entwickeln, das  Pandemiebedingungen gerecht wird, beruht insbesondere auf der Überzeugung, dass ein Festival junger Künstler, diese aktuell besonders stark betroffene Gruppe, nicht sich selbst überlassen darf.

Zudem sind die Fränkischen Musiktage in diesem Jahr Teil von BTHVN 2020, einem umfangreichem Projekt der Bundesregierung zum Beethoven-Jahr 2020 und dies als einziges Festival in Unterfranken. Zur Eröffnung, am Freitag, 16. Oktober, 20.00 Uhr, wird deshalb erstmals in der 45-jährigen Geschichte des Festivals ein Mitglied der Bundesregierung erwartet, die Beauftragte für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters MdB.

Das diesjährige Eröffnungskonzert ist zugleich Beginn des grenzüberschreitenden Festivals VOCAL ART Frankfurt RheinMain, das seit 2015 parallel zur Buchmesse den Fokus auf die klingende Sprache richtet und zu dem die Fränkischen Musiktage traditionell den wesentlichen Teil der am Bayerischen Untermain stattfindenden Veranstaltungen beitragen.

Die üblichen Spielstätten, wie die Burg Alzenau und das Schlösschen Michelbach, können in diesem Jahr allerdings nicht genutzt werden; es ist ein nicht hoch genug zu bewertender Glücksfall, dass mit dem Bibliothekssaal des Kulturforums Alzenau ein Areal mit wunderbarem Ambiente für die Präsentation des vielfältigen musikalisch-literarischen Programms zur Verfügung steht.

Die Fränkischen Musiktage Alzenau sind das älteste Musikfestival der Rhein-Main-Region und eines der traditionsreichsten Festivals junger Künstler in Deutschland.

Das Thema 2020 – Perspektiven - folgt einerseits dem aktuellen Themenschwerpunkt des Kulturfonds Frankfurt RheinMain „Erzählung.Macht.Identität“, zielt andererseits auf die so dringliche Neuorientierung im Leben mit der Pandemie.

Im Mittelpunkt der Darbietungen stehen hierbei die Jubilare Ludwig van Beethoven und Friedrich Hölderlin anlässlich deren 250. Geburtstagen. So bringt der Süddeutsche Kammerchor am Samstag, 14. November, in der Räuschberghalle Alzenau-Hörstein mit den Instrumentalisten des MUSIC CAMPUS Frankfurt RheinMain eine Chorfassung von Beethovens 6. Symphonie „Pastorale“ auf Texte von Friedrich Hölderlin zur Uraufführung und die Schriftstellerin Dr. Christine Eichel zeigt anhand ihres Bestsellers „Beethoven – Der empfindsame Titan“ den Komponisten im Spiegel charakteristischer Klavierwerke wie der Mondscheinsonate, die an diesem musikalisch-literarischen Abend, Sonntag, 1. November, 18.00 Uhr, auch im Kulturforum erklingen wird.

Eine Verbindung Beethovens zur Rhein-Main-Region findet sich in dessen Freundschaft zu Mitgliedern der Familie Brentano. Ihnen sind wichtige Werke gewidmet, so die Klaviersonate op. 111, die ein Portrait dieser Beziehung umrahmen wird, das Prof. Dr. Wolfgang Bunzel, Leiter der Brentano-Forschungsstelle im Goethe-Haus Frankfurt, am Sonntag, 25. Oktober, 18.00 Uhr, im Kulturforum Alzenau, zeichnen wird. Junge Preisträger, wie die Geigerin Anne Luisa Kramb und der Pianist Julius Asal, sind hierbei zu erleben.

In der „Rising Stars“-Reihe kommen mit der 19-jährigen Geigerin Noa Wildschut am 17. Oktober, 20.00 Uhr, und der 13-jährigen Pianistin Alexandra Dovgan am 24. Oktober, 20.00 Uhr, auch in diesem Jahr zwei internationale Shootingstars der Klassikszene zu den Fränkischen Musiktagen.

Der MUSIC CAMPUS Frankfurt RheinMain beschränkt sich in diesem Jahr situationsbedingt auf junge Preisträger aus unterschiedlichen Ländern, die derzeit bereits in Deutschland leben.

Familien und Kindern von 2-7 Jahren bietet das schon traditionelle Gastspiel „Rabauken und Trompeten“ der Alten Oper Frankfurt am Sonntag, 8. November, 11.00 Uhr, in der Hahnenkammhalle Alzenau-Wasserlos sicher wieder ein besonderes Erlebnis. „Ich seh die Welt von oben – eine musikalische Ballonfahrt“ lädt die Kinder und Junggebliebenen zum Lauschen und Mitmachen ein.

Ein Highlight verspricht auch das erneute Gastspiel des Chores des Bayerischen Rundfunks am 18. Oktober, 15.00 und 17.00 Uhr, in der St. Laurentiuskirche Alzenau-Michelbach zu werden, der anlässlich des 85-jährigen Geburtstags von Arvo Pärt, Werke aus dessen A-Cappella-Oeuvre mit Motetten des Renaissance-Komponisten Heinrich Isaak kombiniert.

Auch das traditionelle Orchesterkonzert zum Abschluss des Festivals muss situationsbedingt verändert stattfinden. „Rising Stars – Concerto“ ist das Programm überschrieben, das am Sonntag, 22. November, aufgrund des begrenzten Platzangebots im Kulturforum Alzenau zweimal, um 15.00 und 17.30 Uhr, stattfinden wird. Die Solisten des MUSIC CAMPUS Frankfurt RheinMain bringen virtuose und lyrische Kompositionen von Bach, Reger, Vasks und Beethoven zur Aufführung.

Tickets sind an allen üblichen Vorverkaufsstellen erhältlich.

Tickets: www.adticket.de oder Tel. +49(0)6023-502-112,
E-Mail: chorforum@t-online.de
Web: www.fraenkische-musiktage.de
www.vocalart-frm.de

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Junge Stimmen Alzenau

Kinder- und Familienkonzert, @ Georg Knoll

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